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Wohnen Wetzlar

Damit Sie sich zuhause fühlen.

Wohnung mieten Wetzlar

Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH

Die gewobau in Wetzlar ist für alle da – für Bauherren und Mieter, kleine und große Familien, Singles und Senioren.

Zu unseren generellen Dienstleistungen gehören die Vermietung unseres eigenen Immobilienbestandes sowie die WEG- und Fremdverwaltung.

Seit dem Gründungsjahr 1939 hat die gewobau ca. 7.500 Eigenheime erstellt, auch im Bauträgergeschäft. Unsere Aktivitäten beziehen sich hauptsächlich auf die Gebiete Wetzlar, den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Gießen. Bei der gewobau zu wohnen, heißt mehr als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Zeitgemäßer Wohnstandard, faire Mieten, Sicherheit durch Dauermietverträge und vor allem eine gute Betreuung sind wichtige Kriterien, damit sich unsere Mieter wohlfühlen.

gewobau – Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH
Geschichte

Mitarbeiter des Regiebetriebs, ca. 1948
Mitarbeiter des Regiebetriebs, ca. 1948

Nauborner Straße, 1950
Nauborner Straße, 1950

Wohngebiet Hermannstein, 1962
Wohngebiet Hermannstein, 1962

Gründung der gewobau

Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts begann eine Zeit industrieller Vollbeschäftigung. Wetzlar, Sitz eisenverarbeitender Industrie, wurde hiervon besonders betroffen. Die Heranführung der Arbeitskräfte für die Schwer-, aber auch für die optische und feinmechanische Industrie, führte zu einem enormen Mangel an geeignetem Wohnraum.

Durch die Initiative des damaligen Stadtkämmerers und 1. Beigeordneten der Stadt Wetzlar, Herrn Karl Horn, kam es zu ersten Gesprächen mit der Industrie, der Nassauischen Heimstätte und dem Verband Südwestdeutscher Wohnungsunternehmen über die Gründung eines Wohnungsunternehmens, um durch Neubautätigkeit der Wohnungsnot zu begegnen. Diese Initiative stieß bei der Industrie auf ein hohes Interesse, da Wohnraum für die Betriebs­angehörigen geschaffen werden musste.

Am 28. Oktober 1939 fand die Gründungsversammlung statt, mit diesen Gründungsgesellschaftern:

Stadtgemeinde Wetzlar mit RM 20.000,-- Stammanteilen
Nassauische Heimstätte, Frankfurt/M. mit RM 10.000,-- Stammanteilen
Stahlwerke Röchling-Buderus AG, Wetzlar mit RM 4.000,-- Stammanteilen
Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke, Völklingen mit RM 4.000,-- Stammanteilen
Buderus’sche Eisenwerke, Wetzlar mit RM 4.000,-- Stammanteilen
Ernst Leitz GmbH, Wetzlar mit RM 4.000,-- Stammanteilen
M. Hensoldt & Söhne AG, Wetzlar mit RM 4.000,-- Stammanteilen

30er Jahre
30er Jahre

gewobau Wohnungen Gabelsbergerstaße
Baujahr 1940: Wohnungen in der Gabelsbergerstr.

gewobau Geschichte, 40er Jahre
40er Jahre

gewobau Geschichte, Kriegsschäden
Kriegsschäden

1939-1945

Die Gründung der Gesellschaft fiel in eine denkbar ungünstige Zeit. Der 2. Weltkrieg hatte begonnen. Baumaterialien und Arbeitskräfte waren kontingentiert und Neubaumaßnahmen durften nur für so genannte “Vierjahresplan-Siedlungen“ auf Empfehlung des Gau-Heimstättenamtes durch die Reichsstelle für Wirtschaftsausbau genehmigt werden.

Dennoch gelang es, nach Anerkennung der Kriegswichtigkeit, ein Bauvorhaben mit 121 Volkswohnungen in Gang zu bringen. Das hierfür erforderliche Gelände stellte die Stadt Wetzlar im Stadtteil Niedergirmes zur Verfügung. Grundriss und Baugestaltung entsprachen der damaligen Notzeit. Die Wohnflächen waren ebenso bescheiden wie die Ausführung. Sowohl auf die Einrichtung der Badinstallation, als auch auf den Außenputz musste aufgrund Anordnung verzichtet werden.

Im Jahre 1942 wurden die Bauarbeiten vorübergehend stillgelegt. Es bedurfte vieler Interventionen der Geschäftsführung, um die Wiederaufnahme der Arbeiten zu erreichen.

Am 23.10.1944 übertrugen die Röchling’schen Eisen- und Stahlwerke, Völklingen, ihren Stammanteil an die Hessischen Industriewerke, Wetzlar, die hierdurch Gesellschafter wurden. Am 17.05.1944 fand die letzte Gesellschafterversammlung vor dem Zusammenbruch statt. Am Ende des 2. Weltkrieges – 6 Jahre nach ihrer Gründung – hatte die Gesellschaft einen Wohnungsbestand von 15 Häusern mit 100 Wohnungen in Wetzlar und 2 Häusern mit 10 Wohnungen in Ehringshausen. Der Zustand der Wohnungen war denkbar schlecht, da nur teilweise fertig gestellt. Herde und Öfen und sonstige Einrichtungsgegenstände gingen dann im Tumult der damaligen Zeit verloren.

1945-1989

Nach dem Zusammenbruch erschöpfte sich die Tätigkeit der Gesellschaft zunächst in reiner Verwaltungsarbeit. Es bestand keine Möglichkeit, die zerstörten Wohnungen wieder aufzubauen, da es sowohl an Material als auch an Arbeitskräften fehlte.

Ab 1945 fungierte der damalige Bürgermeister der Stadt Wetzlar, Herr Dr. Friedrich Buch als kommissarischer Geschäftsführer, nachdem die bisherigen Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder freiwillig ihre Ämter niedergelegt hatten.

Durch die Kriegseinwirkungen bestand akute Wohnraumnot durch zerstörte Wohnbauten sowie die Zuwanderung von Vertriebenen aus den Ostgebieten. Die Bevölkerung der Stadt Wetzlar erhöhte sich von 19.611 Einwohnern am 31.12.1939 auf 24.100 Einwohner am 31.12.1947. Im Sommer 1947 fanden die erste Aufsichtsratssitzung und die erste Gesellschafterversammlung nach dem Krieg statt. Der kommissarische Geschäftsführer Dr. Buch legte sein Amt nieder und übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat. Der Bevollmächtigte Herr Erich Heyer wurde zum Geschäftsführer bestellt. Sowohl die Kreisverwaltung als auch die Deutsche Philips GmbH, die sich nach dem Krieg mit einem Werk in Wetzlar etablierte, konnten als Gesellschafter gewonnen werden.

Am 20.06.1948 erfolgt die Umstellung der deutschen Währung. Die Zusage auf Baugelder im Wohnungsnotbauprogramm wurde daraufhin vom Hessischen Staat zurückgezogen und aufgrund dessen das Neubauprogramm eingestellt. Durch die Währungsumstellung verlor die Gesellschaft weitgehend ihre Barmittel, so dass die eingeleiteten Wiederherstellungsarbeiten am stark angeschlagenen Besitz der Gesellschaft unterbrochen werden mussten. Die Mieter waren von der Währungsmaßnahme ebenfalls hart betroffen, was sich sofort in einem starken Ansteigen der Mietrückstände ausdrückte.

Für die Arbeit der Gesell­schaft war es bezeichnend, dass das erste Bau­­programm, welches nach der Währungs­reform beschlossen wurde, ein Pro­gramm für die Errichtung von Eigen­heimen war. Die Industrie­werke erklärten sich bereit, das Bau­pro­gramm durch Bereit­stellung unver­zinslicher Werks­darlehen zu fördern.

Bemerkens­wert ist, dass die Herren Generaldirektor Dr. Grabowski (Buderus’sche Eisenwerke) und Dr. Ernst Leitz (Ernst Leitz GmbH) nicht den Wohnungsbau schlechthin, sondern mit Nachdruck den Bau von Eigenheimen gefördert haben.

gewobau Geschichte, nach 1945
nach 1945

gewobau Geschichte, nach 1945
nach 1945

gewobau Geschichte, 50er Jahre
50er Jahre

gewobau Geschichte, 60er Jahre
60er Jahre

Einfamilienhaus, Typ TEMO, Baujahr 1964
Einfamilienhaus, Typ TEMO, Baujahr 1964

Im Jahre 1950 waren die erlittenen Kriegsschäden weitestgehend beseitigt und die Trümmer­grund­stücke wiederaufgebaut. Aus dem Geschäfts­bericht für das Jahr 1950 geht hervor, dass in der Zeit vom 21.06.1948 bis zum 31.12.1949 der achtfache Betrag des vorgesehenen Instandsetzungssolls für die Unterhaltung des Besitzes aufgewendet wurde.

Wenn auch das Schwergewicht der Neubautätigkeit in der Stadt Wetzlar lag, so ergaben sich – zunächst durch Industriestandorte – auch Baumaßnahmen außerhalb der Stadt. Ab 1960 war die Wahl der Neubaustandorte von den Möglichkeiten des Grund­erwerbs geprägt. Das hatte zur Folge, dass in zunehmendem Maße auch in verkehrsgünstig gelegenen Nachbarstädten und -gemeinden gebaut wurde.

Am 11.09.1985 wurden, bei einem Stammkapital von DM 2.000.000, die bisher von der Industrie gehaltenen Gesellschaftsanteile in Höhe von DM 1.496.000 an die Spar- und Bauverein Wetzlar Weilburg eG (DM 1.231.000) und die Stadt Wetzlar (DM 265.000) verkauft. Gesellschafter waren nun mit 61,55 % die Spar- und Bauverein Wetzlar-Weilburg eG, mit 25,05 % die Stadt Wetzlar, mit 11,80 der Lahn-Dill-Kreis und mit 1,60 % die Nassauische Heimstätte GmbH.

Eine im Dezember 1994 beschlossene Erhöhung des Stammkapitals in Höhe von DM 1.000.000 wurde 1995 als Bareinlage erbracht. Die Verteilung der Geschäftsanteile blieb im Wesentlichen unverändert (Spar- und Bauverein Wetzlar-Weilburg eG 61,53 %, Stadt Wetzlar 25,07 %, Lahn-Dill-Kreis 11,80 %, Nassauische Heimstätte GmbH 1,60 %).

seit 1990

Mit der Aufhebung des Wohnungsgemeinnützigkeitgesetzes zum 31.12.1989 trat die gewobau – Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH in die Steuerpflicht ein. Nur aufgrund hoher Verlust­vorträge, resultierend aus dem Bewertungsansatz der Immobilen, können bis heute Steuerzahlungen weitestgehend vermieden werden. Alle unternehmensstrategisch zu treffenden Entscheidungen sind nun auch unter steuerlichen Gesichtspunkten zu treffen.

Im Jahr 1992 verabschiedete sich die gewobau vom Bauträgergeschäft. Der letzte Neubau von Mietwohnungen erfolgte im Jahr 1995. Rechtliche Vorschriften und das vorherrschende niedrige Mietpreisniveau machen derzeitig die Errichtung von Mietneubauten wirtschaftlich weitestgehend uninteressant. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung wurde 2009 aber dennoch ein seit Ende des letzten Jahrhunderts geplantes Bauvorhaben umgesetzt. In Hüttenberg erstellte die gewobau 25 Wohnungen in einem Seniorenzentrum mit 40 Vollpflegeplätzen, Begegnungsstätte und Diakoniestation.

Im November 2012 konnten die Mitarbeiter der gewobau ihr neues Verwaltungsgebäude im Baumeisterweg 17 beziehen. Nach rund einem Jahr Bauzeit und einer Überschreitung der geplanten Baukosten von lediglich 1 % können die Mitarbeiter von Verwaltung und Regiebetrieb nun in modernen, kundenfreundlichen und behindertengerechten Räumlichkeiten ihrer Tätigkeit nachgehen.

Die gewobau verfügt derzeitig noch über zwei unbebaute Bestandsgrundstücke in Wetzlar-Nauborn und Solms-Oberbiel. Aufgrund der zurzeit sehr niedrigen Bauzinsen wurde im Mai 2016 der Beschluss gefasst, das Grundstück in Wetzlar-Nauborn mit zwei Häusern à fünf Wohnungen zu bebauen.

Seniorenzentrum Hüttenberg
Seniorenzentrum Hüttenberg, 2009
Abteilungen

gewobau Geschäftsleitung

Geschäftsleitung

Thorsten Köhler, Geschäftsführer
Antje Gaster, Assistentin der Geschäftsführung

Abteilung Rechnungswesen

Rechnungswesen

Leitung: Rita Vogt, Prokuristin

hintere Reihe von links: Adelheid Paleta, Beate Rinn; vorn: Edwin Rippl, Celia Mankel, Rita Vogt, Gaby Schubert

Abteilung Vermietung

Vermietung

Leitung: Lisa Rauchfuß, Handlungsbevollmächtigte

hintere Reihe von links: Mandy Roscher, Reinhard Hahn; vorn: Christian Theiß, Kornelia Griebenow, Rebecca Magnus, Lisa Rauchfuß, Gabriella Schicker

nicht auf dem Foto: Silke Kämmerer

Abteilung Technik

Technik

Leitung: Sven Henn, Prokurist

hintere Reihe von links: Dirk Schmulbach, Jens Müller, Karsten Kottek; vorn: Sven Henn, Frank Pelz, Martin Köhler, Hans Petry, Tanja Heinz

Regiebetrieb

Regiebetrieb

Leitung: Thomas Brückner, Werner Gehrheim

hintere Reihe von links: Siegfried Fabian, Lars Scheidweiler, Holger Zimmermann, Jeffrey Staples, Paulo Herbel; vorn: Hans-Werner Wagner, Matthias Diehl, Thorsten Weber, Michael Demant, Thomas Brückner, Julian Zörb, Carsten Vorländer, Werner Gehrheim

Organe

Gesellschafter

      SitzAnteil
Spar- und Bauverein Wetzlar-Weilburg eG *Wetzlar61,53%
Stadt Wetzlar**Wetzlar25,07%
Lahn-Dill-Kreis***Wetzlar11,80%
Nassauische Heimstätte
Wohnungs- und Entwicklungs­gesellschaft mbH
****Frankfurt a.M.        1,60%

 

Die in der oberen Tabelle mit *-Symbolen gekennzeichneten Gesellschafter haben folgende Personen in den Aufsichtsrat entsendet:

Aufsichtsrat

Klaus Lange, Vorsitzender *Leitender Rechtsdirektor i. R. Wetzlar
Harald Semler, stellv. Vorsitzender **BürgermeisterBad Endbach
Andrea Simon*AmtsleiterinOber-­Mörlen
Karl-Heinz Bauer*Magistratsoberrat i. R.Wetzlar
Roland Esch*BürgermeisterAßlar
Jochen Hedderich*RechtsanwaltWetzlar
Wolfram Dette ***Oberbürgermeister a. D.Wetzlar
Günter Luckey****Dipl. BauingenieurKassel

Geschäftsführung

Thorsten Köhler, Wetzlar

Thorsten Köhler, Geschäftsführer

Amtsperioden Geschäftsführer

Karl Horn, Stadtkämmerer, 1939-1945

Dr. Friedrich Buch, Bürgermeister, 1945-1947 (kommissarisch)    

Erich Heyer, 1947-1980

Werner Hofmann, 1976-1980

Ulrich Ehret, 1980-2005

Thorsten Köhler, seit 2006